Maria Magdalena – die Frau des Jahrzehnts

Welche Bedeutung hat die enorme Popularität von Maria Magdalena in den letzten zehn Jahren? Ist dies nur auf den Bestseller von Dan Brown und den Film mit Tom Hanks zurückzuführen? Oder sind die Implikationen tiefer, ist es ein Signal des Zeitgeistes….?

Maria Magdalena ist eine Vorbotin der neuen Ära, die eine Harmonsierung des Weiblichen und Männlichen mit sich bringen wird. Viele Menschen sind bereits damit beschäftigt, in sich das Yin und das Yang, die weiblichen und männlichen Energien zu balancieren – es ist ein innerer Prozess. Der achtsame Reisende kann diesbezüglich eine Menge in der Krypta der Basilika St.Magdalena in Ste. Maximin La Sainte Baume, Südfrankreich wahrnehmen – wo die irdischen Überreste von Maria Magdalena zu finden sind.

Es ist auch eine Ära des Salbens und der ätherischen Öle – der moderne Wellness-Boom spricht eine deutliche Sprache. Maria Magdalena ist die antike Öl-Expertin, sie wird in jedem Bildnis mit dem Alabastergefäß, in welchem sie die Öle transportierte dargestellt. Tatsächlich ist sie die “Dame mit den grünen Ärmeln” – Lady Greensleeves – sie fühlte, daß das Grün sie in Syntonie mit dem Pflanzenreich bringen würde und sie so bei der Heilung unterstützen würde.

Übrigens, der Name “Maria” bedeutet auf Ur-Aramäisch “Heilerin” – wen es jemals gewundert hat, warum Jesus von so vielen Marien umgeben war, weiß nun die Bedeutung. Und Christus bedeutet “der Gesalbte”…

Nachdem sie von Palästina geflohen war, ging Maria Magdalena zum heiligen Berg der Druiden in Südfrankreich, La Sainte Baume. Sie lebte mit den Druiden und ging einer Legende nach sogar bis Glastonbury – wenn dies den Tatsachen entsprechen sollte, ist auch die Herkunft des Liedes “Lady Greensleeves” nicht so unschwer mit der Magdalena in Verbindung zu bringen. Vielleicht nicht mit dem Text, der in der Tradition überlebt hat (auf die Bedeutung eines simplen Liebesliedes herabgestuft), wohl aber in der Melodie, die viele bedeutsame innere Signaturen enthält.

Alte Interessensgruppen und jene, die diesen geistig angehören, schätzen die Öle nicht, sowenig wie die Frauen, die mit diesen umgehen können. Jene alten Kräfte unterdrückten (und unterdrücken noch immer!) die Frauen und alles, was mit dem weiblichen, mütterlichen Prinzip in Verbindung steht – mütterliche Liebe, Mitgefühl, Nähren, Heilen, Natur und Erdenergien. Ein Wieder-Ausbalancieren zwischen dem Geist und der Erde, auf der wir stehen, zwischen Verstand und Herz, zwischen Purusha und Prakriti, um es upanishadisch auszudrücken sind heute von größter Wichtigkeit.

Nur wenn wir fest am Boden stehen sind wir in der Lage, die enormen Geschenke des Geistes in seiner Fülle anzunehmen… den höheren Geist, den erleuchteten Geist, den Overmind und das Supramentale, die herabkommen wollen. So die verschiedenen Ebenen höheren Bewußtseins und höherer Energie, die der Yogi Sri Aurobindo beschrieb. Ohne Balance und Harmonie zwischen dem höheren und niedrigeren Prinzip ist nichts dauerhaft möglich – dies ist auch der Grund warum Laufen (die Füße berühren energetisierend den Boden…), Chi Gong, Tai Chi, Zhuan Zhuang („stehen wie ein Baum“) sowie ähnliche Disziplinen so wichtig wurden im Laufe der letzten 40 Jahre – sie helfen uns, unsere Wurzeln in der Erde wieder herzustellen.

Nur wenn unsere körperliche Gesundheit gut und solide ist kann unser inneres Wesen die starken Energien aufnehmen, die nun kommen. Nur wenn das Herz stark, liebevoll und voll Mitgefühl ist werden wir in der Lage sein, unser Denken zu harmonisieren – welches sonst ständig außer Rand und Band gerät. Burn out, Rastlosigkeit, Hypersensitivität, Depressionen und andere Ausdrucksformen des Balanceverlustes sind die Konsequenz.

Es ist auch kein Zufall, daß es Kräfte, Interessengruppen und Menschen gibt die Naturmedizin nicht wollen – keine TCM und kein Ayurveda – dies passt genau ins Muster. Das bedeutet nicht, daß wir die Errungenschaften des Verstandes, der Wissenschaft und der Schulmedizin missachten sollten – ganz im Gegenteil, jeder Weg zur Gesundheit und Ganzheit hat seine eigene Bedeutung und Aufgabe. Und es ist klar, welcher der zwei Wege mehr Geld einbringt – ein Schelm wer anderes denkt. Doch spricht Geld immer die richtige Sprache?

Die Ältesten des Lakota-Stammes in Idaho sagen uns:“Nur wenn der weiße Mann sich mit der Mutter Erde wiederverbindet wird seine Zivilisation überleben….“

Glücklicherweise gibt es viele, die auf ihre Herzen hören und nicht nur auf ihr Denken, glücklicherweise gibt es jene, die auf die innere Führung vertrauen und nicht auf das äußere Dogma. Denn es ist eine Zeit in der wir lernen müßen, Verstand und Herz, innere und äußere Führung zu balancieren – die Krise, die entsteht, wenn wir extreme Positionen einnehmen, wie schon so oft in der Vergangenheit geschehen, sollte nicht wieder in dieser neuen Zeit hereinbrechen.

Dies ist eine Zeit und Ära in der wir diese Geschicklichkeit (welcher Führung zu folgen und wie zu balancieren) entwickeln müssen – es wird entscheidend sein für die Zivilisation des Menschen.

San Juan, Puerto Rico – 8.März 2012

P.S.: das obige Foto im Titel dieses Blogs wurde von der Bergspitze des Kraftberges der Druiden aus aufgenommen, von La Sainte Baume in Südfrankreich.
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